{"id":1763,"date":"2017-04-15T11:05:40","date_gmt":"2017-04-15T09:05:40","guid":{"rendered":"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/?p=1763\/"},"modified":"2017-04-15T11:04:35","modified_gmt":"2017-04-15T09:04:35","slug":"elisavet-moutzan-martinengou-elizabeth-barrett-browning","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/el\/genikou-endiaferontos\/elisavet-moutzan-martinengou-elizabeth-barrett-browning\/","title":{"rendered":"\u0397 \u03b1\u03bb\u03c5\u03c3\u03bf\u03b4\u03b5\u03bc\u03ad\u03bd\u03b7 \u0391\u03bd\u03b4\u03c1\u03bf\u03bc\u03ad\u03b4\u03b1, \u03bf \u03a0\u03c1\u03bf\u03bc\u03b7\u03b8\u03ad\u03b1\u03c2 \u03b4\u03b5\u03c3\u03bc\u03ce\u03c4\u03b7\u03c2: \u0393\u03c5\u03bd\u03b1\u03b9\u03ba\u03b5\u03af\u03b1 \u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03ae \u03c3\u03c4\u03bf\u03bd 19\u03bf \u03b1\u03b9\u03ce\u03bd\u03b1"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u0397 \u03bd\u03b5\u03bf\u03b5\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03b9\u03ba\u03ae \u03c0\u03b5\u03b6\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03be\u03b5\u03ba\u03b9\u03bd\u03ac \u03c4\u03bf\u03bd 19\u03bf \u03b1\u03b9\u03ce\u03bd\u03b1 \u03bc\u03b5 \u03c4\u03b7\u03bd \u03b1\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03bc\u03b9\u03b1\u03c2 \u03b3\u03c5\u03bd\u03b1\u03af\u03ba\u03b1\u03c2, \u03b3\u03b5\u03b3\u03bf\u03bd\u03cc\u03c2 \u03c0\u03bf\u03c5 \u03bb\u03af\u03b3\u03bf\u03b9 \u03b3\u03bd\u03c9\u03c1\u03af\u03b6\u03bf\u03c5\u03bd. \u0397 \u039c\u03b9\u03c7\u03b1\u03ad\u03bb\u03b1 \u03a0\u03c1\u03af\u03bd\u03c4\u03c3\u03b9\u03b3\u03ba\u03b5\u03c1 \u03c3\u03c5\u03b3\u03ba\u03c1\u03af\u03bd\u03b5\u03b9 \u03b6\u03c9\u03ae \u03ba\u03b1\u03b9 \u03ad\u03c1\u03b3\u03bf \u03b4\u03cd\u03bf \u03c0\u03c1\u03ce\u03b9\u03bc\u03c9\u03bd \u03bb\u03bf\u03b3\u03af\u03c9\u03bd \u03c4\u03b7\u03c2 \u03b5\u03c0\u03bf\u03c7\u03ae\u03c2, \u03c4\u03b7\u03c2 \u0396\u03b1\u03ba\u03c5\u03bd\u03b8\u03b9\u03bd\u03ae\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03ac\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5 \u03ba\u03b1\u03b9 \u03c4\u03b7\u03c2 \u0392\u03c1\u03b5\u03c4\u03b1\u03bd\u03af\u03b4\u03b1\u03c2 \u0395\u03bb\u03af\u03b6\u03b1\u03bc\u03c0\u03b5\u03b8 \u039c\u03c0\u03ac\u03c1\u03b5\u03c4-\u039c\u03c0\u03c1\u03ac\u03bf\u03c5\u03bd\u03b9\u03bd\u03b3\u03ba.<\/strong><\/p>\n<p>Virginia Woolf hielt 1928 mehrere Vortr\u00e4ge zum Thema <em>Women and Fiction<\/em>,<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> die ein Jahr sp\u00e4ter in ausgearbeiteter Form unter dem Titel <em>A Room of One\u00b4s Own<\/em><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> in Form eines Essays ver\u00f6ffentlicht wurden. Darin beschrieb sie das Schicksal der Schriftstellerinnen des viktorianischen Zeitalters und entwarf daraus eine Perspektive f\u00fcr die Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Die sukzessive Erwerbung eines eigenes Raumes, der Zugang zu den patriarchalischen Bildungsinstitutionen sowie ein eigenes Einkommen musste ihrer Meinung nach in einem zwar noch nicht greifba\u00adren, aber durchaus vorstellbaren und datierbaren Zukunftsraum zur emanzipatorischen M\u00f6glichkeit eines eigenen Lebens f\u00fchren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1754\" src=\"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Woolf_Cover-e1492158777649.jpeg\" alt=\"Woolf_Cover\" width=\"450\" height=\"517\" \/><\/p>\n<p>Im Griechenland des beginnenden 19. Jahrhunderts war der Versuch des Ausbrechens aus den genormten Bahnen eines Frauenlebens noch zum Scheitern verurteilt. Im viktorianischen England derselben Zeit musste sich eine romantische Liebesgeschichte ereignen, damit der Aufbruch in die Freiheit gelingen konnte. Die Rede ist von einer biographischen Parallele zwischen Elisavet Moutzan, verehelichte Martinengou, und Elizabeth Barrett, verehelichte Browning. Das Los weiblicher Kreativit\u00e4t im fr\u00fchen 19. Jahrhundert l\u00e4sst sich anhand der Lebenwege dieser beiden Autorinnen durch den Mythos der gefangenen Andromeda bzw. des gefesselten Prometheus illustrieren.<\/p>\n<p>\u00dcber dem Schreibtisch von Elizabeth Barretts Ehemann Robert Browning hing die Kopie eines Gem\u00e4ldes mit dem Motiv der <em>Andromeda<\/em>, die, an einen Felsen geschmie\u00addet und von einem Seeungeheuer bewacht, der Errettung durch Perseus entgegenfiebert.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Beide Autorinnen lie\u00dfen sich durch Aischylos\u00b4 <em>Gefesselten Prometheus<\/em> zu \u00dcbersetzungen inspirieren. Beide Frauen standen im Bannkreis der v\u00e4terlichen Gewalt und sie fanden jeweils an\u00addere L\u00f6sungen, um ihm zu entrinnen. Wie wirkt sich nun der Mythos der Befreiung der Andromeda durch einen unerschrockenen Helden einerseits auf Barretts und andererseits auf Moutzans Leben aus? Welche Folgen zieht der Mythos des Gefesselten Prometheus, der gegen den allm\u00e4chti\u00adgen Zeus revoltiert, das Feuer bzw. die K\u00fcnste bringt und brutal daf\u00fcr bestraft wird, f\u00fcr Moutzan und Barrett nach sich?<\/p>\n<p>Elisavet Moutzan wurde im Jahr 1801 auf der Insel Zakynthos im Westen Griechenlands, in geographischer und kultureller N\u00e4he zu Italien, gebo\u00adren. Sie war die wohlbeh\u00fctete Tochter eines einflussreichen Vaters, ei\u00adnes Gro\u00dfkaufmanns und Politikers. Sie wuchs eingeschlossen im Palast ihrer Familie auf, wie es damals f\u00fcr Frauen Sitte war. Aber sie nahm f\u00fcr sich selbst das Recht in Anspruch, neben ihren Pflichten im Haushalt geistig t\u00e4tig zu sein, d. h. den Schritt von der Reproduktion zur Produktion zu tun. Sie setzte es bei ihrem Vater durch, Lesen und Schreiben zu lernen, fremde Sprachen zu studieren und mit sechzehn Jahren begann sie ihre literarische Produktion.<\/p>\n<p>Eine stattliche Anzahl von \u00dcbersetzungen und eine Reihe von Theaterst\u00fccken machten ihrem Tatendrang und Wissensdurst Luft. Unter anderem verfasste sie eine Kom\u00f6die mit dem Titel<em> Der Geizige, <\/em>unter ihren \u00dcbersetzungen aus dem Altgriechischen befindet sich auch ein Fragment von Aischylos\u00b4 <em>Gefesseltem Prometheus. <\/em>Von gro\u00dfem Interesse bleibt vor allem ihre Autobiographie, die ihre Lebensgeschichte von ihrem achtem bis zu ih\u00adrem drei\u00dfigsten Jahr umfasst. Mit sechsundzwanzig Jahren wagte sie einen Fluchtversuch aus ihrem Elternhaus in Richtung Italien, der mit einer reum\u00fctigen R\u00fcckkehr endete. Schlie\u00dflich beugte sie sich dem Wunsch der Familie nach einer standesgem\u00e4\u00dfen Ehe. Mit knapp \u00fcber drei\u00dfig Jahren brachte sie einen m\u00e4nnlichen Erben zur Welt und starb bei der Geburt.<\/p>\n<p>Die Situation der Frauen ist bezeichnend f\u00fcr den sozialen und kulturel\u00adlen Wandel von der traditionellen osmanisch-griechischen Kultur zur Identit\u00e4tsfindung einer neugriechischen nationalen \u00abcommunity\u00bb. Die griechische Aufkl\u00e4rung zeigte erste Anzeichen einer Thematisierung der weiblichen Bildung, der erst Ende des 19. Jahrhunderts in die Praxis um\u00adgesetzt wurde. Ein Zeichen f\u00fcr den kulturellen Wandel stellte das erste Auftauchen gelehrter Frauen dar. Zwischen 1816 und 1832 sind laut P. Kitromilides acht Namen belegt, einerseits Phanariotinnen, andererseits Gelehrtinnen der Diaspora.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Barrett (1806-1861<u>)<\/u> verschrieb sich dem Sonnett, einer literarischen Form, die in der viktorianischen Epoche und davor m\u00e4nnlich beherrscht war. Ihre Dichtung war Zeit ihres Lebens popul\u00e4rer gewesen als das Werk ihres sp\u00e4teren Gatten Robert Browning, eine Einsch\u00e4tzung, die nach ihrem Tod eine deutliche Umwertung erfuhr. Ihr Ausbruch aus dem Hause eines tyrannischen Vaters, der bis an sein Lebensende alle ihre Briefe unge\u00f6ffnet zur\u00fcckschickte, bewegte nicht nur die romantischen Gem\u00fcter. Barretts abenteuerliche Biographie \u2013 eingekerkert von einem autorit\u00e4ren Vater, befreit von einem poetischen Liebhaber und die ge\u00admeinsame Flucht in das paradiesische, imagin\u00e4re Land \u00abItalien\u00bb \u2013 n\u00e4hrte noch lange die Phantasie der Leser und Leserinnen. Italien wurde f\u00fcr Barrett das Land der k\u00fcnstlerischen Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit und l\u00f6ste Griechenland ab, das in ihrer Jugend das Land ihrer Tr\u00e4ume gewe\u00adsen war.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Elisavet Moutzan Martinengous Lebensgeschichte wurde Ende der achtziger Jahre unseres Jahrhunderts als gen\u00fcgend publikumswirk\u00adsam und romanesk eingesch\u00e4tzt, um vom griechischen staatlichen Fersehen verfilmt zu werden. Elizabeth Barrett Brownings Lebensgeschichte inspirierte Virginia Woolf zu <em>Flush<\/em>, der Biographie des Cockerspaniels der Schriftstellerin.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Woolf schildert aus der Hundeperspektive den Werdegang des Welpen Flush, der 1842 in den Besitz Barretts gelangt und von da an ihr treuer Begleiter bleibt. Barrett war zu dieser Zeit durch ein R\u00fcckenleiden kr\u00e4nklich und bett\u00adl\u00e4grig und Flush leistet ihr in den langen Stunden ihrer Einsamkeit Gesellschaft. Barretts Leben war bis dahin von der emotionalen und fi\u00adnanziellen Dominanz ihres Vaters \u00fcber sie und ihre zahlreichen Geschwister gepr\u00e4gt gewesen. Doch 1845 erhielt Barrett den ersten Brief von dem Dichter Robert Browning, der ihr Werk und ihre Person bewunderte. Es entspann sich eine Korrespondenz von Dichter zu Dichterin, aus der eine Liebesgeschichte entstand. Ein Jahr darauf heira\u00adtete Barrett Browning heimlich, denn sie sah die ablehnende Haltung ihres Vaters voraus. Eine Woche sp\u00e4ter flohen sie, ihre Zofe und Flush mit Browning nach Florenz, wo Barrett auch begraben liegt. Flush hielt ihr bis zu seinem eigenen seligen Ende die Treue, und Woolf erh\u00e4lt so die Gelegenheit, einerseits das biographische Genre zu parodieren und ande\u00adrerseits die Geschichte der ersten englischen Dichterin, die sich \u00f6f\u00adfentlich durchsetzen konnte und Anerkennung fand, zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1758 size-full\" src=\"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Flush-1-e1492159044890.jpeg\" alt=\"Flush\" width=\"450\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p>Der Lebensbericht einer Frau, die Autobiographie von Elisavet Moutzan Martinengou, bildet einen der ersten Texte der neugriechischen Prosa zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Dieser Text wurde erst viele Jahrzehnte nach ihrem Tod, im Jahre 1881, von ihrem Sohn in gek\u00fcrzter Form der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Die famili\u00e4re Zensur hatte einige Passagen aus Moutzans Werk, die wohl ihr Verh\u00e4ltnis zu ihrem Vater betrafen, ausgeblendet. Die Publikation fand keinen gro\u00dfen Widerhall, erst Mitte des 20. Jahrhunderts begann sich die marxistische Geschichtsschreibung f\u00fcr Moutzan zu interessieren. In den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren erfolgten Neuausgaben der Publikation von 1881,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> in den siebziger Jahren entdeckte die griechische Frauenbewegung Moutzans Geschichte und z\u00e4hlte sie zur \u00abGro\u00dfm\u00fcttergeneration\u00bb eines weiblichen Diskurses in Griechenland.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Die Ionischen Inseln wurden wohl durch die venezianische Herrschaft zwischen 1480 und 1797 am st\u00e4rksten gepr\u00e4gt, was eine enge Bindung zwischen der italienischen Kultur und Corfu, Zante und Cephalonia be\u00adwirkte. Auch die Position der adeligen Frauen wurde durch Venedig ge\u00adpr\u00e4gt, wo sie, eingeschlossen in die h\u00e4usliche Sph\u00e4re, das Lesen und Schreiben als einzigen Ausweg sahen. Diese Aktivit\u00e4ten fanden mit der \u2013 ma\u00dfvollen \u2013 Unterst\u00fctzung des Vaters statt; Liebesheiraten waren un\u00adbekannt, Zweckehen an der Tagesordnung und Nonnenkl\u00f6ster erschienen als ein Refugium f\u00fcr die Gelehrtinnen.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> 1799 \u00fcbernahm die russisch-t\u00fcrkische Flotte die Ionischen Inseln, 1800 wurde ein autonomer Ionischer Staat unter Protektorat errichtet, was zu einer Spaltung der Bev\u00f6lkerung in Aristokraten (Bef\u00fcrworter eines russ.-t\u00fcrk. Protektorats) und Demokraten (Anh\u00e4nger des liberales Gedankenguts der franz\u00f6sischen Revolution und eines unabh\u00e4ngigen Ionischen Staates) f\u00fchrte. 1807 wurden die Inseln durch Frankreich \u00fcbernommen, 1815 ge\u00adrieten sie unter britisches Protektorat und wurden praktisch als Kronkolonie behandelt. Moutzans Vater war Distriktgouverneur (Eparch) von Zakynthos und Regierungsmitglied in Corfu. Einer von Moutzans Lehrern, Theodosios Dimadis, war Mitglied der <em>Filiki Etaireia \u2013 <\/em>der Geheimorganisation, die den griechischen Aufstand gegen die osmani\u00adsche Herrschaft 1821 vorbereitete \u2013 und hat vermutlich seine liberalen Ideen an seine Sch\u00fclerin weitergegeben.<\/p>\n<p>Elisavet Moutzan filtert die Ereignisse der Zeit durch das weibliche er\u00adz\u00e4hlende Ich. Das Ich ihres Textes ist authentisch, also nicht fiktonal. Das Subjekt der Erz\u00e4hlerin und das Text-Ich sind deckungsgleich, was zu einer textuellen Spontaneit\u00e4t und Unmittelbarkeit f\u00fchrt. Die Autobiographie gew\u00e4hrt intime Einblicke in die geistige Entwicklung der Schreiberin als Beispiel eines aufkl\u00e4rerischen Bildungsideals, wo sich der naturgegebene Drang nach Wissen einer systematisch erworbenen Gelehrsamkeit gegen\u00fcber als gleichwertig erweist. K\u00fcnstlerische Kreativit\u00e4t wird zwar erst durch den Zugang zur m\u00e4nnlich dominierten Welt des geschriebenen Wortes erm\u00f6glicht, Moutzan f\u00fchrt jedoch wie\u00adderholt Textausz\u00fcge aus \u2013 vor jeglicher theoretischen Fundierung \u2013 verfassten Schriften an. Sie bezieht sich auf eine, in ihren literarischen Anfangsjahren ohne Kenntnis der aristotelischen Einheiten, geschrie\u00adbene Trag\u00f6die, oder auf ihren ehrgeizigen Plan, eine Schrift \u00fcber \u00d6konomie ohne jegliche wissenschaftlichen Grundkenntnisse abzufas\u00adsen. Sie sagt damit aus, dass in der menschlichen und insbesondere in der weiblichen Natur ein Streben nach Bildung vorhanden sei, das sich trotz des fehlenden Zugangs zum niedergelegten, tradierten Gut des Wissens Geh\u00f6r verschaffe.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Die Redewendung von der Natur (d. h der angebore\u00adnen Lernbegierde des Menschen) verweist im Grunde aber auch wieder auf den Sch\u00f6pfer, der Herr der Natur ist.<\/p>\n<p>Barretts Wissensdurst, der sich an ihrer Leidenschaft f\u00fcr die griechi\u00adsche Sprache ablesen l\u00e4sst, schlug sich in ihrem in den Jahren 1831-1832 gef\u00fchrten Tagebuch nieder.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Dort zeichnete sie minuti\u00f6s ihre Fortschritte in den klassischen Studien auf, und ihr Griechischlehrer Mr. Boyd bildete eine beherrschende Gestalt in ihren Aufzeichnungen. Zun\u00e4chst war sie vom Lehrer ihres Bruders mit unterrichtet worden, nur bis zu dem Zeitpunkt freilich, wo ihr Bruder die Familie zwecks h\u00f6herer Studien verlie\u00df. Barretts erste, von ihrem Vater initiierte Publikation, bildete <em>The Battle of Marathon<\/em>, die sie als Vierzehnj\u00e4hrige verfasste. Sie imaginierte sich in einem kleinen autobiographischen Text nach der Abfassung ihres Gedichts als weiblicher Homer, der \u2013 selbstironischerweise \u2013 je\u00addoch bald wieder durch den Vergleich mit dem Original auf den Boden der Tatsachen geholt wird. Zwischen 1826 und 1833 widmete sie sich einer intensiven Lekt\u00fcre griechischer Texte, und sie fertigte \u2013 wie Moutzan \u2013 unter anderem eine Aischylos\u00fcbersetzung, <em>Prometheus Bound<\/em>, an. Es kann also keine Rede von \u00ablady\u00b4s Greek without the accents\u00bb sein, was sie der m\u00e4nnlichen Hauptfigur ihres bekanntesten Werks, des Versromans <em>Aurora Leigh<\/em> (1856), in den Mund legte.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> W\u00e4hrend sie ihre klassischen Studien betrieb, verfolgte sie auch die Ereignisse im auf\u00adst\u00e4ndischen Griechenland, was in den 1826 ver\u00f6ffentlichten Gedichten <em>Riga\u00b4s Last Song<\/em> oder <em>Stanzas on the Death of Lord Byron<\/em> zum Ausdruck kam.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1750\" src=\"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/EBB-aurora-leigh.jpeg\" alt=\"EBB aurora leigh\" width=\"329\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/EBB-aurora-leigh.jpeg 329w, https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/EBB-aurora-leigh-197x300.jpeg 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><\/p>\n<p>Die Welt des Griechischen, d. h. die Welt der intellektuellen Autorit\u00e4ten, wurde ihr durch m\u00e4nnliche Mentoren er\u00f6ffnet. Das Erlernen dieser Sprache musste ihr als Zugang zu m\u00e4nnlich monopolisiertem Wissen und m\u00e4nnlicher Macht erscheinen. Doch das Verweilen im Reich der B\u00fccher kollodierte manchmal mit der Welt der weiblichen Pflichten. Selbst wenn, wie bei Barrett, Bedienstete und ein verst\u00e4ndnisvoller Gatte die Besch\u00e4ftigung mit der Dichtkunst erm\u00f6glichten, so blieb die Frau doch in ihrer biologischen Rolle befangen. Liebe, Ehe und Mutterschaft bilden in <em>Aurora Leigh<\/em> den gegens\u00e4tzlichen Pol zu weiblichem Schreiben. Die Hauptfigur Aurora schwankt zwischen diesen beiden Optionen weibli\u00adcher Existenz. Sie w\u00e4hlt zun\u00e4chst den Weg, allein in London zu leben und durch ihre Feder ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Was jedoch einen sehr tugendhaften Lebenswandel im viktorianischen Zeitalter erfordert, will sie nicht durch den Gewinn sexueller Freiheit ihren guten Ruf ver\u00adlieren. Die Voraussetzung f\u00fcr weibliche literarische Produktion bildet somit der Verzicht auf Familie.<\/p>\n<p>Elisavet Moutzan war zu einer ganz \u00e4hnlichen Schlussfolgerung gelangt, indem sie ihrem Vater und ihrem Onkel mehrfach vorschlug, sie in ein Frauenkloster eintreten zu lassen und sie vor dem Joch der Ehe zu be\u00adwahren, das viele Frauen aus der Gefangenen ihres Vaterhauses zur Sklavin ihres Ehemannes mache. Moutzan ertr\u00e4umte ihr Zimmer f\u00fcr sich allein als Klosterzelle oder als eigens f\u00fcr ihre Bed\u00fcrfnisse adaptierte R\u00e4ume auf einem Landgut ihrer Familie, wo sie sich ungest\u00f6rt und unbe\u00adhelligt von l\u00e4stigen h\u00e4uslichen Aufgaben ihrer geistigen Entwicklung widmen k\u00f6nnte. Auch Moutzan war wie Barrett hin- und hergerissen zwischen dem passiven Gehorsam einer h\u00f6heren Tochter und einem un\u00adb\u00e4ndigen Wissensdurst und intellektuellen Freiheitsdrang.<\/p>\n<p>Das, was beiden, Moutzan und Barrett, am Herzen lag, war die Sorge um ihre Begabung, um dieses seltene Talent der dichterischen Rede und um die F\u00f6rderung ihrer intellektuellen Kapazit\u00e4ten. Was sich Moutzan zu\u00adschrieb und mit \u00ab\u03b1\u03b3\u03c7\u03af\u03bd\u03bf\u03b9\u03b1\u00bb<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> und \u00ab\u03b3\u03b5\u03bd\u03bd\u03b7\u03bd\u03c4\u03b9\u03ba\u03cc\u03c2 \u03bd\u03bf\u03cd\u03c2\u00bb<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> bezeichnete, h\u00e4tte Barrett vermutlich mit \u00abgenius\u00bb<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> gleichgesetzt. Immer wieder kommt Moutzan auf ihr Doppelleben zur\u00fcck: einerseits die Ereignisse des Haushalts, andererseits ihr Reich des Imagin\u00e4ren, der Phantasie, des sch\u00f6pferischen Geistes. Sie pendelt in ihrer Darstellung st\u00e4ndig zwi\u00adschen ihrem \u00abh\u00e4uslichen\u00bb Dasein, das sie den \u00abAugen des K\u00f6rpers\u00bb un\u00adterstellt, und ihrem \u00abliterarischen\u00bb Leben, das sie den \u00abAugen des Geistes\u00bb widmet. Ganz wie Barrett, die vor Verlangen nach dem Griechischen in Tr\u00e4nen ausbrach, empfand auch Moutzan ein schier \u00fcberm\u00e4chtiges Sehnen nach Gelehrsamkeit. Als ihr der Vater aus Zeitgr\u00fcnden keinen Italienischunterricht mehr erteilen konnte, erwarb sie weitere Sprachkenntnisse durch das Aufarbeiten der zweisprachigen Ausgabe der <em>Fior di Virt\u00f9 <\/em>(Venedig, 1546). Sie widmete sich diesem Studium mit solchem Eifer, dass sie sogar ihre Handarbeit dar\u00fcber ver\u00adga\u00df, was nat\u00fcrlich ihrer Mutter und Gro\u00dfmutter missfallen musste. Sie projizierte ihr Sehnen nach Wissen und Erkenntnis in k\u00f6rperliche Zust\u00e4nde:<\/p>\n<p><em>Die Zuneigung, die in mir zur Gelehrsamkeit entflammt war, hatte mich in einen so empfindlichen Zustand versetzt, dass ich bei jedem auch noch so nichtigen Anlass vermeinte, totenstarr zu werden; meine starke Einbildungskraft lie\u00df mir meine Ungebildetheit bereits als gewiss er\u00adscheinen, und ich erschrak ob einer solchen Gewissheit, und ich sah mei\u00adnen Geist schon von dichten und d\u00fcsteren Wolken verdunkelt, welche gew\u00f6hnlich das Leben und den Namen der ungebildeten und unbelesenen Menschen \u00fcberschatten.<\/em><a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Virginia Woolf symbolisierte die Kenntnis des Griechischen das in\u00adtellektuelle Bollwerk m\u00e4nnlichen Wissens. Immer wieder zog sie das Griechischlesen als Beispiel heran, um aufzuzeigen, wie wenig Zeit den Frauen neben ihren vielen h\u00e4uslichen T\u00e4tigkeiten und humanit\u00e4ren Pflichten blieb, sich den Zugang zu diesem klassischen Bildungsschatz zu erwerben.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Ironisch (und nicht wahrheitsgetreu) behauptete sie in einem Leserbrief \u2013 als Angeh\u00f6rige einer intellektuell inferioren Gattung \u2013 kein Griechisch zu k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> \u00c4hnlich t\u00e4uschte sie die Lesererwartungen in dem Aufsatz<em> On Not Knowing Greek<\/em>,<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> wo sie sich \u2013 ganz im Gegensatz zum Titel \u2013 als ausgezeichnete Kennerin der anti\u00adken Literatur erwies.<\/p>\n<p>Bei Elisavet Moutzan f\u00fchrte die Verweigerung der geistigen Nahrung zu k\u00f6rperlichen Symptomen und Mangelerscheinungen. Der im urbanen h\u00e4uslichen Bereich au\u00dfer Funktion gesetzte weibliche K\u00f6rper wurde \u00fcberfl\u00fcssig, wenn nicht durch Ehe und Mutterschaft in Anspruch genom\u00admen. Barrett begann im Jahr 1841 ihre Selbst-Einkerkerung durch Krankheit; Moutzan berichtet, sie sei nur als Kind zur Messe au\u00dfer Haus gewesen und habe danach nur wenige Male unter Begleitung und nachts die Hl. Kommunion empfangen d\u00fcrfen. Rasche k\u00f6rperliche und geistige Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde sind die Folge dieser prolongierten Tochterschaft. Denn eine Tochter kann ihren Leib \u2013 die Mutterschaft \u2013 verleugnen und sich statt dessen die Welt der B\u00fccher einverleiben. Wiederholt taucht bei Moutzan die Verwendung der Geburtsmetapher als Kennzeichnung ei\u00adnes intellektuellen Sch\u00f6pfungsvorgangs auf, und ihre Schriften bezeich\u00adnet sie als ihre Kinder.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1756\" aria-describedby=\"caption-attachment-1756\" style=\"width: 457px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1756 size-full\" src=\"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/457px-Elizabeth_Barrett_Browning.jpeg\" alt=\"457px-Elizabeth_Barrett_Browning\" width=\"457\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/457px-Elizabeth_Barrett_Browning.jpeg 457w, https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/457px-Elizabeth_Barrett_Browning-229x300.jpeg 229w\" sizes=\"auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1756\" class=\"wp-caption-text\">Elizabeth Barrett-Browning<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Robert Brownings erster Brief eintraf, besserte sich Barretts Gesundheitszustand schlagartig, sodass sie nach kurzer Zeit sogar f\u00e4hig war, aus der lebenslangen Abh\u00e4ngigkeit von ihren Vater auszubrechen und in Italien einen eigenen Hausstand auf der Basis eigener Eink\u00fcnfte zu gr\u00fcnden. Moutzans Versuch jedoch, sich die Freiheit zu nehmen, die ihr in ihrem Vaterhaus versagt wird, scheiterte. Denn sie stand v\u00f6llig allein \u2013 ohne Unterst\u00fctzung, ohne Geld und v\u00f6llig unerfahren in der Auenwelt \u2013 vor dem Problem, nach Italien \u00fcberzusetzen, in das ima\u00adgin\u00e4re Land k\u00fcnstlerischer Freiheit, und sich auf ehrbare Weise den Lebensunterhalt zu verdienen. Robert Browning lernte Elizabeth Barrett \u00fcber ihre publizierten Gedichte kennen und lieben, Elisavet Moutzan er\u00adlebte eine Drucklegung ihrer Werke, nach der sie sich so besonders ge\u00adsehnt hatte, nicht. Moutzan bef\u00fcrchtete eine Vergewaltigung ihres geistigen Eigentums selbst durch ihren eigenen Bruder: Sie imaginierte ihre Arbeiten von W\u00fcrmern zufressen, von Unverst\u00e4ndigen zertrampelt, als K\u00fcchenpapier missbraucht. F\u00fcr Moutzan bedeutete ihre Eheschlie\u00dfung nicht den Weg in die Unabh\u00e4ngigkeit. Ihre Autobiographie bricht mit die\u00adsem Ereignis ab, w\u00e4hrend sie den monatelang um die Mitgift feilschen\u00adden Br\u00e4utigam noch nie zu Gesicht bekommen hat. F\u00fcr Moutzan bedeutete Ehe und Mutterschaft den k\u00f6rperlichen Tod und das Ende ihrer k\u00fcnstleri\u00adschen Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Moutzan wiegte sich in ihrem Traum von einem zur\u00fcckgezogenen, fried\u00advollen, arbeitsreichen und tugendsamen Klosterleben, in dem sie erbau\u00adliche Schriften ins Volksgriechische \u00fcbersetzen und zum Nutzen des Gemeinwohls (und nicht zuletzt auch zu ihren eigenen Angedenken) druc\u00adken lassen w\u00fcrde. Diese ausgeglichene Phase ihres Lebens wurde durch ein Trauma gest\u00f6rt, das sie erlitt, als sie von einem Blitzschlag erfuhr, der ein Haus auf Zakynthos in Brand gesteckt und ein junges unschuldi\u00adges M\u00e4dchen das Leben gekostet hatte. Sie identifizierte sich mit dieser jungen Frau und Moutzans Weltbild geriet ins Wanken, da dieses M\u00e4dchen augenscheinlich keine solche Strafe Gottes verdient hatte. Von da an erfasste sie bei Gewittern gro\u00dfe Angst. Sie imaginierte ihr Zimmer in Flammen und sich selbst zu Asche verkohlt. Drei Jahre lang w\u00e4hrte die\u00adses Trauma, aus dem sie sich schlie\u00dflich selbst wieder befreite. W\u00e4hrend dieser Zeit der Angst ergriff sie einmal ein starker \u2013 heutzutage w\u00fcrde man sagen, psychosomatischer \u2013 Schmerz, eine Art L\u00e4hmung (man vergleiche hier mit Barrett), die sie mit einer m\u00f6glichen Erk\u00e4ltung erkl\u00e4rte und die nach Mitternacht wieder abklang. Die Zeit der Rekonvaleszenz n\u00fctzend, befreit von der obligaten Handarbeit, kompo\u00adnierte sie flugs einen Dialog in italienischer Sprache \u00ab\u00dcber den Neid\u00bb.<\/p>\n<p>Moutzans Fluchtplan im Jahr 1826 war gewesen, auf Corfu als Dienstmagd zu arbeiten, dann nach Venedig zu einer verwandten Familie \u00fcberzusetzen und sich auch dort als Dienerin zu verdingen, bis sich der geeignete Augenblick einer Er\u00f6ffnung der Wahrheit erg\u00e4be. Zur abscheu\u00adlichen Tat der Flucht sei sie durch die barbarische Sitte auf Zakynthos gezwungen worden, den Frauen ihre Freiheit zu rauben. \u00dcberall in Europa und Venedig st\u00fcnden den Frauen mehr Rechte zu als in einigen, sehr kon\u00adservativen Familien auf Zakynthos. Deshalb w\u00e4re sie in Venedig sicher\u00adlich auf Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Tat gestossen. Mit Hilfe ihrer Verwandten w\u00e4re sie dann in ein westliches Kloster eingetreten, unter der Voraussetzung, ein paarmal im Jahr einen orthodoxen Gottesdienst zu besuchen. Wenn dies jedoch nicht gelungen w\u00e4re, so h\u00e4tte sie sich eine Wohnung im Hause ehrbarer Damen gesucht und ein gottesf\u00fcrchtiges und zur\u00fcckgezogenes Leben gef\u00fchrt. Zur Kultivierung ihren Geistesgaben w\u00fcrde sie sich wohlweislich an betagte Lehrer in den F\u00e4chern Malerei, Musik und Verskunst wenden, um auch nur dem Schatten eines Verdachts der Unkeuschheit zu entgehen. Moutzan imaginierte sich in ihren niemals realisierten Pl\u00e4nen auf \u00e4hnliche Weise wie Barrett ihre emanzipierte Heldin Aurora Leigh agieren lie\u00df.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1742\" src=\"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Moutzan-e1492153366313.jpg\" alt=\"Moutzan\" width=\"450\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p>Ihre Werke w\u00fcrde sie erfahrenen Kritikern anvertrauen und mit deren Einverst\u00e4ndnis drucken lassen. Moutzan unternahm noch einen letzten Versuch in Richtung des Klosterprojekts: Sie schrieb unter dem Namen ihrer Mutter einen Brief an einen Vetter in Venedig mit der Bitte, sich nach einem Kloster umzusehen. Die Familie reagierte emp\u00f6rt auf ihre Aktion und schlie\u00dflich willigte sie ein, da ihre Familie mit keinen Mitteln umzustimmen war, nach einem passenden Ehemann Ausschau zu halten. Die Suche nach einem Br\u00e4utigam erwies sich auf Zakynthos je\u00addoch als schwierig, was Moutzan veranlasste, wiederum auf die M\u00f6glichkeit des Klosters zu verweisen, bevor man sie mit einem nicht standesgem\u00e4\u00dfen Mann verheiratete. Als schlimmstes Schreckgespenst erschien ihr die Vorstellung, als alte Jungfer f\u00fcr immer und ewig im Haus eingekerkert zu bleiben. Daraufhin verfiel sie in einen apathischen und sprachlosen Zustand, dem sie erst ihre liebevolle, aber unnachgie\u00adbige Mutter wieder entriss.<\/p>\n<p><em>Die Trauer, die ich deswegen versp\u00fcrte, bewirkte, dass ich mich ver\u00adnachl\u00e4ssigte, ungek\u00e4mmt, ungewaschen und das Essen verweigernd auf einem Bett hingestreckt lag, ohne sprechen zu wollen und ohne zu wol\u00adlen, dass mich irgendjemand ansprach, die Augen starr auf einen Punkt gerichtet, und so begann sich die Gestalt des Todes auf meinem Antlitz zu zeigen<\/em>.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Die T\u00f6chter viktorianischer V\u00e4ter reagieren mit Krankheit und fr\u00fchzei\u00adtigem Siechtum auf die \u00fcberm\u00e4chtige und despotische Figur, der sie sich vollkommen ausgeliefert f\u00fchlen m\u00fcssen. Barrett schloss sich in einem einzigen Raum des famili\u00e4ren Hauses, der zum Krankenzimmer wurde, ein und verlie\u00df ihn oft monatelang \u00fcberhaupt nicht. Das erhoffte Zimmer f\u00fcr sich allein geriet somit paradoxerweise zum selbstgew\u00e4hlten Gef\u00e4ngnis<u>,<\/u> zum Alptraum der verhinderten Freiheit. Barrett gelang mit vierzig Jahren die Flucht, sie wurde daraufhin von ihrem Vater versto\u00ad\u00dfen und blieb als verwaiste und enterbte ungehorsame Tochter zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die kreativen T\u00f6chter stehen in einem Zwiespalt: auf der einen Seite der geforderte und erwartete passive Gehorsam und auf der anderen Seite die ersehnte totale Unabh\u00e4ngigkeit der K\u00fcnstlerin. Der Vater bildet ei\u00adnerseits Quelle der Inspiration, zu der mit Bewunderung aufgeschaut wird, und er verk\u00f6rpert eine soziale, moralische und literarische Autorit\u00e4t, um dessen L\u00e4cheln und Anerkennung geworben wird,<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> ande\u00adrerseits wird er f\u00fcr die, zwar gesellschaftlich abh\u00e4ngige, aber geleh\u00adrige und ehrgeizige Tochter zur Quelle der Unterdr\u00fcckung. Auch Moutzan bem\u00fchte sich um die Autorisierung weiblichen Schreibens durch den Vater.<\/p>\n<p><em>Liebet eure Kinder, ihr V\u00e4ter, liebet eure Kinder, ich bitt\u00b4 euch! Seid stets darum bem\u00fcht, ihnen ein gl\u00fcckliches Leben zu erm\u00f6glichen, zumal ihr ihnen aus freien St\u00fccken das Leben geschenkt habt, ohne dass sie euch darum gebeten haben. Doch sie sind weiblich; eben gerade darum, weil sie weiblich sind, habt ihr die Verpflichtung, sie besonders zu lie\u00adben. Wir ungl\u00fccklichen Frauen, die uns die Natur mit gr\u00f6\u00dferer Empfindsamkeit ausgestattet hat, die wir durch den Brauch dazu verur\u00adteilt sind, unseren V\u00e4tern in st\u00e4rkerem Ausma\u00df unterworfen zu sein als die M\u00e4nner, wir f\u00fchlen die v\u00e4terliche Liebe umso mehr, und wir bem\u00fchen uns umso mehr darum, uns den V\u00e4tern gegen\u00fcber untergeordnet zu zei\u00adgen. Andererseits seid ihr verpflichtet, eben weil sie weiblich sind, sie inniger zu lieben, denn gerade sie (ich spreche von den Frauen meiner Heimat), die in einem Haus gefangengehalten werden, haben eure v\u00e4ter\u00adliche Sorge umso n\u00f6tiger.<\/em><a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p>Moutzan schrieb diese Gedanken an ihren Vater, der zusammen mit sei\u00adnem Sohn bereits zwei Jahre in Italien weilte und anscheinend nicht daran dachte, zur\u00fcckzukehren und sich der drei auf Zakynthos zur\u00fcck\u00adgebliebenen Frauen \u2013 Moutzans sowie ihrer Mutter und Schwester \u2013 an\u00adzunehmen. Der Widerspruch zwischen t\u00f6chterlicher Pflicht, sittenstren\u00adgem Brauch und literarisch-philosophischer Neigung blieb f\u00fcr diese Frau des 19. Jahrhunderts ungel\u00f6st. Der Widerstreit zwischen Ehe und Mutterschaft auf der einen und literarischer Kreativit\u00e4t auf der anderen Seite birgt jedoch nach wie vor auch f\u00fcr die Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts wie Virginia Woolf eine dramatische Entscheidung.<\/p>\n<p>In Elizabeth Barretts und Elisavet Moutzans Lebensgeschichte sind \u00e4u\u00ad\u00dfere und innere Mobilit\u00e4t miteinander verkn\u00fcpft und bilden eine wich\u00adtige Voraussetzung f\u00fcr geistiges Schaffen. F\u00fcr die Frauen des vorigen Jahrhunderts bot die Option von Ehe und Mutterschaft oft die einzige M\u00f6glichkeit sozialer und intellektueller Mobilit\u00e4t. Elizabeth Barrett wurde \u2013 wie Andromeda \u2013 von Robert Browning aus den Klauen eines weiblichen viktorianischen Schicksals entrissen; Elisavet Moutzan ver\u00adweigerte sich ihrer Befreiung durch Perseus, den Ehemann, so lange, bis sie der Tod in der Gestalt der Mutterschaft ereilte. Die Figur der Andromeda blieb f\u00fcr beide Autorinnen des 19. Jahrhunderts das Symbol weiblicher Kreativit\u00e4t: Der Widerspruch des weiblichen kreativen Prometheus musste in die mythische Gestalt der passiven Andromeda m\u00fcnden. Beide Autorinnen imaginierten den an den Kaukasus gefesselten Frevler, der durch den Zorn des G\u00f6ttervaters unendlichen Qualen ausge\u00adsetzt ist. Nur die heimliche, diebische Aneignung des Herrschaftswissen f\u00fchrt f\u00fcr die kreativen Frauen Anfang des 19. Jahrhunderts zum k\u00fcnst\u00adlerischen Sprechen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>Woolf, V.: Women &amp; Fiction. The Manuscript versions of A Room of One\u00b4s Own. Transcribed and edited by S.P. Rosenbaum. Oxford: Blackwell 1992.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>Woolf, V.: A Room of One\u00b4s Own. London: Penguin 1945 (11929), 49-50.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>Mermin, D.: Elisabeth Barrett Browning. The Origins of a New Poetry. Chicago and London: The Univ. of Chicago Pr. 1989, 119.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>Sie widmeten sich vor allem der \u00dcbersetzung wie z. B. Prinzessin Rallou Soutzou, die A. Ther\u00e8se de Lamberts <em>Avis d\u00b4une m\u00e8re \u00e0 sa fille<\/em> (1734) ins Griechische \u00fcbertrug, gedruckt 1819 in Venedig. Darin basieren die weiblichen Charakteristika auf Religiosit\u00e4t, was mit Bescheidenheit, Uneitelkeit, Kontrolle der Fantasie\/Einbildungskraft, Familie, Ablehnung von Theater und Poesie als zu \u00abgef\u00e4hrlich\u00bb gleichgesetzt wurde. Weibliche Tugenden k\u00f6nnten durch F\u00e4cher wie die griech-r\u00f6m. Geschichte, Philosophie und Ethik, Altgriechisch und Studium der Hl. Schriften, das Franz\u00f6sische unter Meidung des Italienischen (als Ausdrucksmittel einer erotischen Literatur) und unter Umgehung von Romanen, die die Leidenschaften erregen k\u00f6nnten, herausgebildet und gef\u00f6rdert werden. Die Frau solle im Schatten des Ehemannes verweilen und im Haushalt aufgehen. Aikaterini Soutzou \u00fcbersetzte G. Bonnot de Mablys <em>Entretiens de Phocion sur le rapport de la morale avec la politique<\/em> (1819, Jasy). Aik. Rasti \u00fcbersetzte <em>Jeu de cartes historiques<\/em> (Wien 1816) und die erst dreizehnj\u00e4hrige Roxani Samourkasi S. Gessners <em>Erastus<\/em>, wobei sie ihre Arbeit ihrem Vater widmete. Mitio Sakellariou fertigte \u00dcbersetzungen von Goldoni an (1818, Wien), wobei in der Einleitung der Briefwechsel mit ihrem Vater und mit den Wiener Verlegern dokumentiert wurde. Darin kehren einige f\u00fcr die Zeit und f\u00fcr die Haltung gegen\u00fcber intellektuellen Frauen kennzeichnende Argumente wieder: die Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Vater, der die Tochter jedoch vor einer \u00fcbertriebenen intellektuellen T\u00e4tigkeit warnt, da der Haushalt an erster Stelle stehe.<\/p>\n<p>P. Kitromilides: The Enlightenment and Womanhood: Cultural Change and the Politics of Exclusion. JMGS 1\/1 (1983), 39-61. Auch in: Ders.: Enlightenment, Nationalism, Orthodoxy. Studies in the culture and political thought of southeastern Europe. Hampshire, Variorum 1994, 55-61.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>Forster, M.: Elizabeth Barrett Browning. A Biography. London: Chatto &amp; Windus 1988. Forsters Biographie besteht aus zwei Teilen, wobei Barretts Eheschlie\u00dfung 1846 als entscheidender biographischer Einschnitt fungiert.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>Woolf, V.: Flush. A Biography. London: Hogarth Pr. 1958 (11933).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>Elisavet Moutzan Martinengous Lebensgeschichte wurde zuerst von ihrem Sohn im Jahr 1881 herausgegeben, f\u00fcnfzig Jahre nach dem Tode seiner Mutter. Im Vor- und Nachwort der Ausgabe brachte Elisavetios Martinengos die Wertsch\u00e4tzung der literarischen Werke seiner vergessenen Mutter zum Ausdruck und versprach die Publikation auch anderer erhaltener Schriften. Vorl\u00e4ufig habe er bestimmte, f\u00fcr die breitere \u00d6ffentlichkeit interessante, Ausz\u00fcge aus der Handschrift seiner Mutter ausgew\u00e4hlt. In der gleichen Ausgabe publizierte er eine stattliche Anzahl eigener Gedichte und \u00dcbersetzungen, genauer gesagt: in gr\u00f6\u00dferem Umfang als die Autobiographie seiner Mutter selbst. Er spannte einen Bogen intellektueller Tradition zwischen den Generationen, indem er sein Buch seinen eigenen Kindern ans Herz legte.<\/p>\n<p>In der Zwischkriegszeit bezogen sich einige Literaten wie etwa G. Xenopoulos auf Moutzans frauenemanzipatorische Rolle (in der Zeitschrift <em>Nea Zoi<\/em> 12 (1924), 34-47). Erst in den vierziger Jahren unseres Jahrhunderts regte sich erneut Interesse an Moutzans Werken (durch D. Oikonomos in seiner Zeitschrift <em>Heptanisiaka Phylla<\/em> 10, 1947) und schlie\u00dflich entschloss sich K. Porfyris, nachdem Oikonomos\u00b4 Archiv nach dem verheerenden Erdbeben von 1953 gro\u00dfteils zerst\u00f6rt worden war, zu einer Neuausgabe von Moutzans Autobiographie, die er auf eigene Kosten bestreiten musste. Porfyris hebt in seinem 1956 verfassten Vorwort die Rolle Mutzans als die einer Frau hervor, die allein gegen die barbarischen Bedingungen ihrer Zeit und ihrer Klasse gek\u00e4mpft, die sich gegen ihr reaktion\u00e4res Umfeld behauptet und sich im Alleingang Bildung angeeignet habe. Ihr sei ihr Sklavendasein zu Bewusstsein gekommen und sie habe zur Emanzipation des Menschen aufgerufen.<\/p>\n<p>In den sechziger Jahren edierte F. Bouboulides das bis dahin noch unver\u00f6ffentlichte, in verschiedenen privaten Archiven erhaltene, Material wie die Kom\u00f6die <em>Der Geizige (1823-24), <\/em>einen \u00abDialog\u00bb (um 1822) in Zusammenhang mit der verschollenen Studie \u00ab\u00dcber \u00d6konomie\u00bb (1826), Gedichte und Prosa, \u00dcbersetzungen aus dem Altgriechischen ins \u00abeinfache\u00bb Gemeingriechische \u2013 \u00abaploelliniki\u00bb wie Aischylos\u00b4 <em>Prometheus Desmotes<\/em> und <em>Iketides <\/em>und die Odyssee, sowie zwanzig Briefe aus den Jahren 1820-24. In der Kom\u00f6die <em>Der Geizige <\/em>zeichnete Moutzan das Charakterbild eines Haustyrannen, dem sich der Sohn schlie\u00dflich durch Betrug und Diebstahl und die Ehefrau durch den R\u00fcckzug in ein Kloster und die R\u00fcckforderung ihrer Mitgift (also faktisch eine Scheidung) entzogen. Somit blieb den unterdr\u00fcckten Familienmitgliedern durchaus ein emanzipatorischer Handlungsspielraum als Reaktion auf die All\u00fcren des Familienvorstands. Laut T. Mavraki bewegt sich die Kom\u00f6die zwischen Moli\u00e8res <em>L\u00b4Avare <\/em>(1668) und K. Ikonomous Bearbeitung (1816). Ikonomou bringe Elemente aus Smyrna ein, w\u00e4hrend Moutzan Zakynthisches einbaue. Ebenso gebe es Bez\u00fcge und \u00c4hnlichkeiten zu A. Matesis\u00b4 <em>Vasilikos<\/em> (1829-30): \u039c\u03b1\u03c5\u03c1\u03ac\u03ba\u03b7, T.: O <em>\u03a6\u03b9\u03bb\u03ac\u03c1\u03b3\u03c5\u03c1\u03bf\u03c2<\/em> \u03c4\u03b7\u03c2 \u0395. \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03b1\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5: \u0388\u03bd\u03b1 \u03b3\u03c5\u03bd\u03b1\u03b9\u03ba\u03b5\u03af\u03bf \u03b8\u03b5\u03b1\u03c4\u03c1\u03b9\u03ba\u03cc \u03ad\u03c1\u03b3\u03bf \u03c3\u03c4\u03bf \u03c3\u03c4\u03b1\u03c5\u03c1\u03bf\u03b4\u03c1\u03cc\u03bc\u03b9 \u03c4\u03bf\u03c5 \u03b4\u03b9\u03b1\u03c6\u03c9\u03c4\u03b9\u03c3\u03bc\u03bf\u03cd \u03ba\u03b1\u03b9 \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c1\u03c9\u03bc\u03b1\u03bd\u03c4\u03b9\u03c3\u03bc\u03bf\u03cd. \u039c\u03b1\u03bd\u03c4\u03b1\u03c4\u03bf\u03c6\u03cc\u03c1\u03bf\u03c2 39-40 (1995), 61-76.<\/p>\n<p>1989 erschien eine mit einem fundierten Vorwort versehene \u00dcbersetzung ins Englische und 1997 erfolgte ein Neuabdruck des Lebensberichts in der Fassung von 1881, was auf ein steigendes Interesse an dieser fr\u00fchen neugriechischen Autorin schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\u0397 \u03bc\u03ae\u03c4\u03b7\u03c1 \u03bc\u03bf\u03c5. \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03ba\u03c5\u03c1\u03af\u03b1\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03b1\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5. \u0395\u03ba\u03b4\u03b9\u03b4\u03bf\u03bc\u03ad\u03bd\u03b7 \u03c5\u03c0\u03cc \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c5\u03b9\u03bf\u03cd \u03b1\u03c5\u03c4\u03ae\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03b1\u03b2\u03b5\u03c4\u03af\u03bf\u03c5 \u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5, \u03bc\u03b5\u03c4\u03ac \u03b4\u03b9\u03b1\u03c6\u03cc\u03c6\u03c9\u03bd \u03b1\u03c5\u03c4\u03bf\u03cd \u03c0\u03bf\u03b9\u03ae\u03c3\u03b5\u03c9\u03bd. \u0395\u03bd \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2, \u0395\u03ba \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c4\u03c5\u03c0\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03b5\u03af\u03bf\u03c5 \u03c4\u03b7\u03c2 \u039a\u03bf\u03c1\u03af\u03bd\u03bd\u03b7\u03c2 1881. \u039c\u03c0\u03bf\u03c5\u03bc\u03c0\u03bf\u03c5\u03bb\u03af\u03b4\u03b7\u03c2, \u03a6.: \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03ac\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1\u03b9, \u03a6\u03b9\u03bb\u03b5\u03ba\u03c0\u03b1\u03b9\u03b4\u03b5\u03c5\u03c4\u03b9\u03ba\u03ae \u0395\u03c4\u03b1\u03b9\u03c1\u03b5\u03af\u03b1 1965. (Neuabdruck von Porfyris\u00b4 gleichnamiger Studie Athen, Digenis 1956.) Elisavet Moutzan-Martinengou: My Story. Translated by H. Dendrinou Kolias. Athens &amp; London, The University of Georgia Press 1989. \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03ac\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5, E.: \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1. \u0395\u03b9\u03c3\u03b1\u03b3\u03c9\u03b3\u03ae-\u03a6\u03b9\u03bb\u03bf\u03bb\u03bf\u03b3\u03b9\u03ba\u03ae \u03b5\u03c0\u03b9\u03bc\u03ad\u03bb\u03b5\u03b9\u03b1: \u0391\u03b8\u03b1\u03bd\u03b1\u03c3\u03cc\u03c0\u03bf\u03c5\u03bb\u03bf\u03c2, \u0392. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1, \u03a9\u03ba\u03b5\u03b1\u03bd\u03af\u03b4\u03b1 1997.<\/p>\n<p>Mutzan findet in den meistzitierten griechischen Literaturgeschichten nur marginale Erw\u00e4hnung. In Dimaras\u00b4 Literaturgeschichte wird sie auf dem Drittel einer Druckseite abgehandelt; bei Vitti scheint Mutzan in einer Fu\u00dfnote auf; bei Politis bleibt sie unerw\u00e4hnt; nur M\u03bfullas stellt ihr Werk gleichberechtigt an die Seite der ersten literarischen Zeugnisse des modernen griechischen Staates.<\/p>\n<p>\u0394\u03b7\u03bc\u03b1\u03c1\u03ac\u03c2, \u039a. \u0398.: \u0399\u03c3\u03c4\u03bf\u03c1\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03bd\u03b5\u03bf\u03b5\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03b9\u03ba\u03ae\u03c2 \u03bb\u03bf\u03b3\u03bf\u03c4\u03b5\u03c7\u03bd\u03af\u03b1\u03c2. \u0391\u03c0\u03cc \u03c4\u03b9\u03c2 \u03c1\u03af\u03b6\u03b5\u03c2 \u03c9\u03c2 \u03c4\u03b7\u03bd \u03b5\u03c0\u03bf\u03c7\u03ae \u03bc\u03b1\u03c2. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1, \u038a\u03ba\u03b1\u03c1\u03bf\u03c2 61975 (1948-49), 216-217. Vitti, M.: \u0399\u03c3\u03c4\u03bf\u03c1\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03bd\u03b5\u03bf\u03b5\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03b9\u03ba\u03ae\u03c2 \u03bb\u03bf\u03b3\u03bf\u03c4\u03b5\u03c7\u03bd\u03af\u03b1\u03c2. \u039d\u03ad\u03b1 \u03ad\u03ba\u03b4\u03bf\u03c3\u03b7. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1, \u039f\u03b4\u03c5\u03c3\u03c3\u03ad\u03b1\u03c2 21989 (1987), 66. \u03a0\u03bf\u03bb\u03af\u03c4\u03b7\u03c2, \u039b.: \u0399\u03c3\u03c4\u03bf\u03c1\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03bd\u03b5\u03bf\u03b5\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03b9\u03ba\u03ae\u03c2 \u03bb\u03bf\u03b3\u03bf\u03c4\u03b5\u03c7\u03bd\u03af\u03b1\u03c2. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1, MIET 1991. \u039c\u03bf\u03c5\u03bb\u03bb\u03ac\u03c2, \u03a0.: \u0397 \u03bb\u03bf\u03b3\u03bf\u03c4\u03b5\u03c7\u03bd\u03af\u03b1 \u03b1\u03c0\u03cc \u03c4\u03bf\u03bd \u0391\u03b3\u03ce\u03bd\u03b1 \u03c9\u03c2 \u03c4\u03b7 \u03b3\u03b5\u03bd\u03b9\u03ac \u03c4\u03bf\u03c5 1880. \u03a3\u03c4\u03bf: \u0399\u03c3\u03c4\u03bf\u03c1\u03af\u03b1 \u03c4\u03bf\u03c5 \u0395\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03b9\u03ba\u03bf\u03cd \u0388\u03b8\u03bd\u03bf\u03c5\u03c2. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1 1977, 492-514.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u03a0\u03af\u03c3\u03c9 \u03b1\u03c0\u03cc \u03c4\u03b7\u03c2 <em>\u03c4\u03b6\u03b5\u03bb\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03af\u03b5\u03c2<\/em>. \u0397 \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5. \u03a3\u03c4\u03bf \u03c0\u03b5\u03c1.: \u03a3\u03ba\u03bf\u03cd\u03c0\u03b1. \u0393\u03b9\u03b1 \u03c4\u03bf \u03b3\u03c5\u03bd\u03b1\u03b9\u03ba\u03b5\u03af\u03bf \u03b6\u03ae\u03c4\u03b7\u03bc\u03b1 2 (1979), 21-33. VARIKAS, E.: Hinter Jalousien schreiben. \u00dcber \u201cprivate\u201d und \u201c\u00f6ffentliche\u201d Strategien im Tagebuch einer Eingeschlossenen. In: Feministische Studien 1 (1989), 43-54.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>Die Ionischen Inseln geh\u00f6rten zum r\u00f6m., sp\u00e4ter zum byz. Reich, ab dem 11. Jahrhundert standen sie unter der Herrschaft von Robert Guiscard, dem normannischen K\u00f6nig von Sizilien. Vom 12. \u2013 15. Jhdt. unterstanden sie verschiedenen Herrschern, u. a. italienischen Dynastien wie den Orsini und Tocco. Von 1480 bis 1797 fielen die Ionischen Inseln an Venedig und dann an die napoleonischen Truppen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>Der von Bouboulides publizierte \u00abDialog\u00bb zwischen Elisavet und einer jungen Frau \u2013 vom Herausgeber als Vorform der verschollenen Studie \u00ab\u00dcber \u00d6konomie\u00bb angesehen \u2013 thematisiert das Wagnis, die weiblichen Sph\u00e4ren der Fiktion (Gedichte, theatralische Dialoge, Tr\u00e4ume, Visionen) zu verlassen und in das m\u00e4nnlich dominierte Genre der wissenschaftlichen Abhandlung einzudringen. Die ob Elisavets Pl\u00e4nen \u00fcberraschte und in Schrecken versetzte Dialogpartnerin h\u00e4lt Elisavet die Unm\u00f6glichkeit ihres Vorhabens entgegen, als unerfahrene und ungebildete Frau mit stark eingeschr\u00e4nktem Lebenshorizont eine solch anspruchsvolle Studie in Angriff zu nehmen. Elisavet rechtfertigt sich mit dem Argument des Nutzens f\u00fcr ihre Geschlechtsgenossinnen. Die junge Frau h\u00e4lt Elisavet schlie\u00dflich die Gefahr einer solchen modernen Neuerung vor, die ihr viele verleumderische Feinde schaffen k\u00f6nnte. Trotz allem h\u00e4lt Elisavet jedoch an ihrem Glauben an die Macht der Wahrheit fest. \u039c\u03c0\u03bf\u03c5\u03bc\u03c0\u03bf\u03c5\u03bb\u03af\u03b4\u03b7\u03c2, \u03a6.: \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03ac\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1\u03b9, \u03a6\u03b9\u03bb\u03b5\u03ba\u03c0\u03b1\u03b9\u03b4\u03b5\u03c5\u03c4\u03b9\u03ba\u03ae \u0395\u03c4\u03b1\u03b9\u03c1\u03b5\u03af\u03b1 1965, 120-122.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a>The Barretts at Hope End. The Early Diary of Elizabeth Barrett Browning. Ed. with an introd. by E. Berridge. London: Murray 1974.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a>Barrett Browning, E.: Aurora Leigh and Other Poems. Introduced by C. Kaplan. London: The Women\u00b4s Press 1978, II, Vs 76-77.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>The Complete Works of Elizabeth Barrett Browning. Edited with Introductions and Notes by C. Porter and H. A. Clarke. Vol. I. New York: Thomas Y. Cromwell &amp; Co. Publ. 1900 (Nachdruck 1973), 116-117 bzw. 104-105.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>\u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03ac\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5, \u0395.: \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1. \u0395\u03c0\u03b9\u03bc. \u039a. \u03a0\u03bf\u03c1\u03c6\u03cd\u03c1\u03b7\u03c2. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1, \u0395\u03ba\u03b4. \u039a\u03b5\u03af\u03bc\u03b5\u03bd\u03b1 1983, 91 und 92.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a>\u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03ac\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5, \u0395.: \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1. \u0395\u03c0\u03b9\u03bc. \u039a. \u03a0\u03bf\u03c1\u03c6\u03cd\u03c1\u03b7\u03c2. \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1, \u0395\u03ba\u03b4. \u039a\u03b5\u03af\u03bc\u03b5\u03bd\u03b1 1983, 35 und 53.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a>Vgl. The Development of Genius. In: Barrett Browning, E.: Hitherto unpublished poems and stories with an unedited autobiography. Vol. II. London: The Bibliophile Society 1914, 99-133.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> \u0397 \u03b1\u03bd\u03b1\u03bc\u03bc\u03ad\u03bd\u03b7 \u03b1\u03b3\u03ac\u03c0\u03b7, \u03c4\u03b7\u03bd \u03bf\u03c0\u03bf\u03af\u03b1\u03bd \u03b7\u03c3\u03b8\u03b1\u03bd\u03cc\u03bc\u03bf\u03c5\u03bd \u03b4\u03b9\u03b1 \u03c4\u03b1 \u03b3\u03c1\u03ac\u03bc\u03bc\u03b1\u03c4\u03b1 \u03bc\u03b5 \u03b5\u03af\u03c7\u03b5 \u03ba\u03b1\u03c4\u03b1\u03c3\u03c4\u03ae\u03c3\u03b7 \u03c4\u03cc\u03c3\u03bf\u03bd \u03b1\u03b9\u03c3\u03b8\u03b7\u03c4\u03b9\u03ba\u03ae\u03bd, \u03bf\u03c0\u03bf\u03cd \u03b5\u03b9\u03c2 \u03ba\u03ac\u03b8\u03b5 \u03b5\u03bc\u03c0\u03cc\u03b4\u03b9\u03c3\u03bc\u03b1 \u03b1\u03b3\u03ba\u03b1\u03bb\u03ac \u03ba\u03b1\u03b9 \u03bc\u03b9\u03ba\u03c1\u03cc\u03bd, \u03b5\u03b3\u03c1\u03bf\u03af\u03ba\u03b1 \u03c4\u03bf\u03bd \u03b5\u03b1\u03c5\u03c4\u03cc \u03bc\u03bf\u03c5 \u03bd\u03b1 \u03bd\u03b5\u03ba\u03c1\u03ce\u03bd\u03b7, \u03b7 \u03b4\u03c5\u03bd\u03b1\u03c4\u03ae \u03c6\u03b1\u03bd\u03c4\u03b1\u03c3\u03af\u03b1 \u03bc\u03bf\u03cd \u03b5\u03b2\u03b5\u03b2\u03b1\u03af\u03c9\u03bd\u03b5 \u03c4\u03b7\u03bd \u03b1\u03bc\u03ac\u03b8\u03b5\u03b9\u03b1\u03bd, \u03b5\u03b3\u03ce \u03b5\u03c4\u03c1\u03cc\u03bc\u03b1\u03b6\u03bf\u03bd \u03b5\u03b9\u03c2 \u03bc\u03af\u03b1\u03bd \u03c4\u03ad\u03c4\u03bf\u03b9\u03b1\u03bd \u03b2\u03b5\u03b2\u03b1\u03b9\u03cc\u03c4\u03b7\u03c4\u03b1, \u03ba\u03b1\u03b9 \u03bc\u03bf\u03cd \u03b5\u03c6\u03b1\u03af\u03bd\u03b5\u03c4\u03bf \u03bd\u03b1 \u03b8\u03b5\u03c9\u03c1\u03ce \u03c4\u03bf\u03bd \u03b5\u03b1\u03c5\u03c4\u03cc\u03bd \u03bc\u03bf\u03c5 \u03c3\u03ba\u03bf\u03c4\u03b5\u03b9\u03bd\u03b9\u03b1\u03c3\u03bc\u03ad\u03bd\u03bf\u03bd \u03b1\u03c0\u03cc \u03b5\u03ba\u03b5\u03af\u03bd\u03b1 \u03c4\u03b1 \u03c0\u03c5\u03ba\u03bd\u03ac \u03ba\u03b1\u03b9 \u03c3\u03ba\u03b9\u03b5\u03c1\u03ac \u03c3\u03cd\u03b3\u03bd\u03b5\u03c6\u03b1, \u03c4\u03b1 \u03bf\u03c0\u03bf\u03af\u03b1 \u03c3\u03c5\u03bd\u03b7\u03b8\u03bf\u03cd\u03bd \u03bd\u03b1 \u03c3\u03ba\u03bf\u03c4\u03b5\u03b9\u03bd\u03b9\u03ac\u03b6\u03bf\u03c5\u03bd \u03c4\u03b7\u03bd \u03b6\u03c9\u03ae\u03bd \u03ba\u03b1\u03b9 \u03c4\u03bf \u03cc\u03bd\u03bf\u03bc\u03b1 \u03c4\u03c9\u03bd \u03b1\u03bc\u03b1\u03b8\u03ce\u03bd \u03ba\u03b1\u03b9 \u03b1\u03c0\u03b1\u03b9\u03b4\u03b5\u03cd\u03c4\u03c9\u03bd \u03b1\u03bd\u03b8\u03c1\u03ce\u03c0\u03c9\u03bd.<\/p>\n<p>\u0397 \u03bc\u03ae\u03c4\u03b7\u03c1 \u03bc\u03bf\u03c5. \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03ba\u03c5\u03c1\u03af\u03b1\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03b1\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5. \u0395\u03ba\u03b4\u03b9\u03b4\u03bf\u03bc\u03ad\u03bd\u03b7 \u03c5\u03c0\u03cc \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c5\u03b9\u03bf\u03cd \u03b1\u03c5\u03c4\u03ae\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03b1\u03b2\u03b5\u03c4\u03af\u03bf\u03c5 \u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5, \u03bc\u03b5\u03c4\u03ac \u03b4\u03b9\u03b1\u03c6\u03cc\u03c6\u03c9\u03bd \u03b1\u03c5\u03c4\u03bf\u03cd \u03c0\u03bf\u03b9\u03ae\u03c3\u03b5\u03c9\u03bd. \u0395\u03bd \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2, \u0395\u03ba \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c4\u03c5\u03c0\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03b5\u03af\u03bf\u03c5 \u03c4\u03b7\u03c2 \u039a\u03bf\u03c1\u03af\u03bd\u03bd\u03b7\u03c2 1881, 15.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a>Woolf, V.: Der Kompromiss &lt;Mrs Humphrey Ward&gt;. In: Woolf, V.: Frauen und Literatur. Essays. Hg: K. Reichert. Frankfurt\/Main: Fischer 1989, 180-184, bes. 182.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a>Woolf, V.: &lt;Der intellektuelle Status der Frauen&gt;. In: Woolf, V.: Frauen und Literatur. Essays. Hg: K. Reichert. Frankfurt\/Main: Fischer 1989, 23-30, bes. 24.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a>Woolf, V.: The Common Reader. (First Series). London: Hogarth Press 51945 (1925), 39-60. Wie viele viktorianische Bildungsb\u00fcrger hatte auch Virginia Woolf, als sie noch Virginia Stephen hie\u00df, mit ihrer Familie eine Reise nach Griechenland unternommen. 1906 brachen die m\u00e4nnlichen Mitglieder der Expedition einen Monat vor den weiblichen auf und begaben sich auf dem Pferder\u00fccken \u00fcber Triest, Montenegro und Albanien gen S\u00fcden, w\u00e4hrend die Damen per Eisenbahn und Schiff reisten. Man besichtigte die klassischen St\u00e4tten und interessierte sich wenig f\u00fcr das moderne Griechenland. Ungl\u00fccklicherweise wurden einige Mitglieder der Reisegruppe von Krankheiten heimgesucht, und Woolfs Bruder starb sp\u00e4ter in London an einem zu sp\u00e4t diagnostizierten Typhusfieber. Bell, Q.: Virginia Woolf. A Biography. Vol. One: Virginia Stephen. 1882-1912. London: Hogarth Press 1973, 107-111.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a>\u0397 \u03b8\u03bb\u03af\u03c8\u03b9\u03c2 \u03bf\u03c0\u03bf\u03cd \u03b7\u03c3\u03b8\u03b1\u03bd\u03cc\u03bc\u03b7\u03bd \u03b4\u03b9\u03b1 \u03c4\u03bf\u03cd\u03c4\u03bf \u03c4\u03bf \u03c0\u03c1\u03ac\u03b3\u03bc\u03b1, \u03bc\u201d \u03ad\u03ba\u03b1\u03bc\u03b5 \u03bd\u201d \u03b1\u03bc\u03b5\u03bb\u03ae\u03c3\u03c9 \u03c4\u03bf\u03bd \u03b5\u03b1\u03c5\u03c4\u03cc\u03bd \u03bc\u03bf\u03c5, \u03b5\u03b3\u03ce \u03b1\u03ba\u03c4\u03ad\u03bd\u03b9\u03c3\u03c4\u03b7, \u03ac\u03bd\u03b9\u03c0\u03c4\u03b7, \u03bd\u03b7\u03c3\u03c4\u03b9\u03ba\u03ae, \u03c7\u03c9\u03c1\u03af\u03c2 \u03bd\u03b1 \u03b8\u03ad\u03bb\u03c9 \u03bd\u03b1 \u03bf\u03bc\u03b9\u03bb\u03ce, \u03ba\u03b1\u03b9 \u03c7\u03c9\u03c1\u03af\u03c2 \u03bd\u03b1 \u03b8\u03ad\u03bb\u03c9 \u03bd\u03b1 \u03bc\u03bf\u03cd \u03bf\u03bc\u03b9\u03bb\u03ce\u03c3\u03b9, \u03c0\u03b5\u03c3\u03bc\u03ad\u03bd\u03b7 \u03b5\u03b9\u03c2 \u03ad\u03bd\u03b1 \u03ba\u03c1\u03b5\u03b2\u03b2\u03ac\u03c4\u03b9, \u03bc\u03b5 \u03c4\u03b1 \u03bc\u03ac\u03c4\u03b9\u03b1 \u03ba\u03b1\u03c1\u03c6\u03c9\u03bc\u03ad\u03bd\u03b1 \u03b5\u03b9\u03c2 \u03ad\u03bd\u03b1\u03bd \u03c4\u03cc\u03c0\u03bf\u03bd, \u03b7 \u03bc\u03bf\u03c1\u03c6\u03ae \u03c4\u03bf\u03c5 \u03b8\u03b1\u03bd\u03ac\u03c4\u03bf\u03c5 \u03ac\u03c1\u03c7\u03b9\u03c3\u03b5 \u03bd\u03b1 \u03c0\u03b1\u03c1\u03bf\u03c5\u03c3\u03b9\u03ac\u03b6\u03b5\u03c4\u03b1\u03b9 \u03b5\u03b9\u03c2 \u03c4\u03bf \u03c0\u03c1\u03cc\u03c3\u03c9\u03c0\u03cc\u03bd \u03bc\u03bf\u03c5.<\/p>\n<p>\u0397 \u03bc\u03ae\u03c4\u03b7\u03c1 \u03bc\u03bf\u03c5. \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03ba\u03c5\u03c1\u03af\u03b1\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03b1\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5. \u0395\u03ba\u03b4\u03b9\u03b4\u03bf\u03bc\u03ad\u03bd\u03b7 \u03c5\u03c0\u03cc \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c5\u03b9\u03bf\u03cd \u03b1\u03c5\u03c4\u03ae\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03b1\u03b2\u03b5\u03c4\u03af\u03bf\u03c5 \u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5, \u03bc\u03b5\u03c4\u03ac \u03b4\u03b9\u03b1\u03c6\u03cc\u03c6\u03c9\u03bd \u03b1\u03c5\u03c4\u03bf\u03cd \u03c0\u03bf\u03b9\u03ae\u03c3\u03b5\u03c9\u03bd. \u0395\u03bd \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2, \u0395\u03ba \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c4\u03c5\u03c0\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03b5\u03af\u03bf\u03c5 \u03c4\u03b7\u03c2 \u039a\u03bf\u03c1\u03af\u03bd\u03bd\u03b7\u03c2 1881, 109.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a>Vgl. Barretts 1816 entstandene Geburtstagsverse <em>To my dearest Papa \u2013 on his Birthday<\/em>:<\/p>\n<p>\u00abHail Father dear! Who taught me virtuous truth,<br \/>\nWho guid\u00b4st me, thro\u00b4 the thorny way of youth,<br \/>\nOh say my Muse! interpret in thy song<br \/>\nThe praise of him who chides me when I\u00b4m wrong,<br \/>\nWhose judgement gentle, kind applause does give,<br \/>\nWins grateful love while memory shall live.\u00bb<\/p>\n<p>Barrett Browning, E.: Hitherto unpublished poems and stories with an unedited autobiography. Vol. I. London: The Bibliophile Society 1914, 101-102, Vs 7-12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> \u0391\u03b3\u03b1\u03c0\u03ac\u03c4\u03b5, \u03b1\u03b3\u03b1\u03c0\u03ac\u03c4\u03b5, \u03c0\u03b1\u03c4\u03ad\u03c1\u03b5\u03c2, \u03c3\u03b1\u03c2 \u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03ba\u03b1\u03bb\u03ce, \u03c4\u03b1 \u03c4\u03ad\u03ba\u03bd\u03b1 \u03c3\u03b1\u03c2, \u03c6\u03c1\u03bf\u03bd\u03c4\u03af\u03b6\u03b5\u03c4\u03b5 \u03c0\u03ac\u03bd\u03c4\u03bf\u03c4\u03b5 \u03bd\u03b1 \u03c4\u03b1 \u03ba\u03ac\u03bc\u03bd\u03b5\u03c4\u03b5 \u03bd\u03b1 \u03b6\u03bf\u03cd\u03bd \u03b5\u03c5\u03c4\u03c5\u03c7\u03ce\u03c2, \u03bc\u03af\u03b1\u03bd \u03c6\u03bf\u03c1\u03ac\u03bd \u03bf\u03c0\u03bf\u03cd \u03c7\u03c9\u03c1\u03af\u03c2 \u03b1\u03c5\u03c4\u03ac \u03bd\u03b1 \u03c3\u03b1\u03c2 \u03c4\u03b7\u03bd \u03b6\u03b7\u03c4\u03ae\u03c3\u03bf\u03c5\u03bd, \u03b5\u03c3\u03b5\u03af\u03c2 \u03b1\u03c5\u03c4\u03bf\u03b8\u03b5\u03bb\u03ae\u03c4\u03c9\u03c2 \u03c4\u03bf\u03cd\u03c2 \u03b5\u03b4\u03ce\u03ba\u03b1\u03c4\u03b5 \u03c4\u03b7\u03bd \u03b6\u03c9\u03ae\u03bd. \u0391\u03bb\u03bb\u03ac \u03b5\u03af\u03bd\u03b1\u03b9 \u03b8\u03b7\u03bb\u03c5\u03ba\u03ac, \u03bc\u03ac\u03bb\u03b9\u03c3\u03c4\u03b1 \u03b4\u03b9\u03b1\u03c4\u03af \u03b5\u03af\u03bd\u03b1\u03b9 \u03b8\u03b7\u03bb\u03c5\u03ba\u03ac \u03c7\u03c1\u03b5\u03c9\u03c3\u03c4\u03b5\u03af\u03c4\u03b5 \u03bd\u03b1 \u03c4\u03b1 \u03b1\u03b3\u03b1\u03c0\u03ac\u03c4\u03b5 \u03c0\u03b5\u03c1\u03b9\u03c3\u03c3\u03cc\u03c4\u03b5\u03c1\u03bf\u03bd. \u0395\u03bc\u03b5\u03af\u03c2 \u03bf\u03b9 \u03bc\u03b1\u03cd\u03c1\u03b1\u03b9\u03c2 \u03b3\u03c5\u03bd\u03b1\u03af\u03ba\u03b5\u03c2 \u03cc\u03bd\u03c4\u03b1\u03c2 \u03b3\u03b5\u03bd\u03b1\u03bc\u03ad\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2 \u03b1\u03c0\u03cc \u03c4\u03b7\u03bd \u03c6\u03cd\u03c3\u03b9\u03bd \u03c0\u03bb\u03ad\u03bf\u03bd \u03b1\u03b9\u03c3\u03b8\u03b7\u03c4\u03b9\u03ba\u03b1\u03af\u03c2, \u03cc\u03bd\u03c4\u03b1\u03c2 \u03ba\u03b1\u03c4\u03b1\u03b4\u03b9\u03ba\u03b1\u03c3\u03bc\u03ad\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2 \u03b1\u03c0\u03cc \u03c4\u03b7\u03bd \u03c3\u03c5\u03bd\u03ae\u03b8\u03b5\u03b9\u03b1\u03bd \u03bd\u03b1 \u03ae\u03bc\u03b5\u03b8\u03b1 \u03c0\u03bb\u03ad\u03bf\u03bd \u03c5\u03c0\u03bf\u03ba\u03b5\u03b9\u03bc\u03ad\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2 \u03b5\u03b9\u03c2 \u03c4\u03bf\u03c5\u03c2 \u03c0\u03b1\u03c4\u03ad\u03c1\u03b1\u03c2 \u03b1\u03c6\u201d \u03cc,\u03c4\u03b9 \u03b5\u03af\u03bd\u03b1\u03b9 \u03bf\u03b9 \u03ac\u03bd\u03b4\u03c1\u03b5\u03c2, \u201c\u03b3\u03c1\u03bf\u03b9\u03ba\u03bf\u03cd\u03bc\u03b5\u03bd \u03c4\u03b7\u03bd \u03c0\u03b1\u03c4\u03c1\u03b9\u03ba\u03ae\u03bd \u03b1\u03b3\u03ac\u03c0\u03b7\u03bd \u03c0\u03b5\u03c1\u03b9\u03c3\u03c3\u03cc\u03c4\u03b5\u03c1\u03bf\u03bd, \u03ba\u03b1\u03b9 \u03c0\u03b5\u03c1\u03b9\u03c3\u03c3\u03cc\u03c4\u03b5\u03c1\u03bf\u03bd \u03c6\u03c1\u03bf\u03bd\u03c4\u03af\u03b6\u03bf\u03bc\u03b5\u03bd \u03bd\u03b1 \u03b4\u03b5\u03b9\u03c7\u03bd\u03ce\u03bc\u03b1\u03c3\u03b8\u03b5 \u03b5\u03b9\u03c2 \u03c4\u03bf\u03c5\u03c2 \u03c0\u03b1\u03c4\u03ad\u03c1\u03b1\u03c2 \u03c5\u03c0\u03bf\u03c4\u03b5\u03c4\u03b1\u03b3\u03bc\u03ad\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2. \u0391\u03c0\u03cc \u03c4\u03bf \u03ac\u03bb\u03bb\u03bf \u03bc\u03ad\u03c1\u03bf\u03c2 \u03c7\u03c1\u03b5\u03c9\u03c3\u03c4\u03b5\u03af\u03c4\u03b5, \u03b4\u03b9\u03b1\u03c4\u03af \u03b5\u03af\u03bd\u03b1\u03b9 \u03b8\u03b7\u03bb\u03c5\u03ba\u03ac \u03bd\u03b1 \u03c4\u03b1 \u03b1\u03b3\u03b1\u03c0\u03ac\u03c4\u03b5 \u03ba\u03b1\u03bb\u03ae\u03c4\u03b5\u03c1\u03b1, \u03b5\u03c0\u03b5\u03b9\u03b4\u03ae \u03ba\u03b1\u03b9 \u03b1\u03c5\u03c4\u03ac (\u03bf\u03bc\u03b9\u03bb\u03ce \u03b4\u03b9\u03b1 \u03c4\u03b1 \u03b8\u03b7\u03bb\u03c5\u03ba\u03ac \u03c4\u03b7\u03c2 \u03c0\u03b1\u03c4\u03c1\u03af\u03b4\u03bf\u03c2 \u03bc\u03bf\u03c5), \u03cc\u03bd\u03c4\u03b1\u03c2 \u03c6\u03c5\u03bb\u03b1\u03ba\u03c9\u03bc\u03ad\u03bd\u03b1 \u03b5\u03b9\u03c2 \u03ad\u03bd\u03b1 \u03c3\u03c0\u03ae\u03c4\u03b9 \u03ad\u03c7\u03bf\u03c5\u03c3\u03b9 \u03c0\u03b5\u03c1\u03b9\u03c3\u03c3\u03cc\u03c4\u03b5\u03c1\u03bf\u03bd \u03c7\u03c1\u03b5\u03af\u03b1\u03bd \u03b1\u03c0\u03cc \u03c4\u03b7\u03bd \u03c0\u03b1\u03c4\u03c1\u03b9\u03ba\u03ae\u03bd \u03c6\u03c1\u03bf\u03bd\u03c4\u03af\u03b4\u03b1 \u03c3\u03b1\u03c2.<\/p>\n<p>\u0397 \u03bc\u03ae\u03c4\u03b7\u03c1 \u03bc\u03bf\u03c5. \u0391\u03c5\u03c4\u03bf\u03b2\u03b9\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03ba\u03c5\u03c1\u03af\u03b1\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03b1\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5. \u0395\u03ba\u03b4\u03b9\u03b4\u03bf\u03bc\u03ad\u03bd\u03b7 \u03c5\u03c0\u03cc \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c5\u03b9\u03bf\u03cd \u03b1\u03c5\u03c4\u03ae\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03b1\u03b2\u03b5\u03c4\u03af\u03bf\u03c5 \u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5, \u03bc\u03b5\u03c4\u03ac \u03b4\u03b9\u03b1\u03c6\u03cc\u03c6\u03c9\u03bd \u03b1\u03c5\u03c4\u03bf\u03cd \u03c0\u03bf\u03b9\u03ae\u03c3\u03b5\u03c9\u03bd. \u0395\u03bd \u0391\u03b8\u03ae\u03bd\u03b1\u03b9\u03c2, \u0395\u03ba \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c4\u03c5\u03c0\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03b5\u03af\u03bf\u03c5 \u03c4\u03b7\u03c2 \u039a\u03bf\u03c1\u03af\u03bd\u03bd\u03b7\u03c2 1881, 90.<\/p>\n<p><strong>\u039a\u03b5\u03af\u03bc\u03b5\u03bd\u03bf: Michaela Prinzinger. \u03a6\u03c9\u03c4\u03cc: \u03a0\u03bf\u03c1\u03c4\u03c1\u03ad\u03c4\u03bf \u03c4\u03b7\u03c2 \u0395\u03bb\u03b9\u03c3\u03ac\u03b2\u03b5\u03c4 \u039c\u03bf\u03c5\u03c4\u03b6\u03b1\u03bd-\u039c\u03b1\u03c1\u03c4\u03b9\u03bd\u03ad\u03b3\u03ba\u03bf\u03c5 (\u03b6\u03c9\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03b9\u03ac \u03bc\u03b5 \u03b2\u03ac\u03c3\u03b7 \u03c4\u03bf\u03c5 \u03c7\u03b1\u03bc\u03ad\u03bd\u03bf\u03c5 \u03c0\u03bf\u03c1\u03c4\u03c1\u03ad\u03c4\u03bf\u03c5 \u03c4\u03bf\u03c5 \u039d\u03b9\u03ba. \u039a\u03b1\u03bd\u03c4\u03bf\u03cd\u03bd\u03b7, \u03b1\u03c0\u03cc \u03c4\u03b7\u03bd \u03ad\u03ba\u03b4\u03bf\u03c3\u03b7 \u03c4\u03bf\u03c5 \u039a. \u03a0\u03bf\u03c1\u03c6\u03cd\u03c1\u03b7, 1983), \u03a0\u03bf\u03c1\u03c4\u03c1\u03ad\u03c4\u03bf \u03c4\u03b7\u03c2 \u0395\u03bb\u03af\u03b6\u03b1\u03bc\u03c0\u03b5\u03b8 \u039c\u03c0\u03ac\u03c1\u03b5\u03c4-\u039c\u03c0\u03c1\u03ac\u03bf\u03c5\u03bd\u03b9\u03bd\u03b3\u03ba, Wikipedia Commons, \u03b4\u03b5\u03bd \u03b1\u03bd\u03b1\u03c6\u03ad\u03c1\u03b5\u03c4\u03b1\u03b9 \u03b4\u03b7\u03bc\u03b9\u03bf\u03c5\u03c1\u03b3\u03cc\u03c2.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u0397 \u03bd\u03b5\u03bf\u03b5\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03b9\u03ba\u03ae \u03c0\u03b5\u03b6\u03bf\u03b3\u03c1\u03b1\u03c6\u03af\u03b1 \u03be\u03b5\u03ba\u03b9\u03bd\u03ac \u03c4\u03bf\u03bd 19\u03bf \u03b1\u03b9\u03ce\u03bd\u03b1 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