{"id":3059,"date":"2019-02-20T16:00:45","date_gmt":"2019-02-20T15:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/?p=3059"},"modified":"2019-12-21T09:36:59","modified_gmt":"2019-12-21T08:36:59","slug":"syn_energy-berlin_athens-ta-chairetistiria-minymata-ton-ypourgon-politismou","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaela-prinzinger.eu\/el\/genikou-endiaferontos\/syn_energy-berlin_athens-ta-chairetistiria-minymata-ton-ypourgon-politismou\/","title":{"rendered":"Syn_Energy Berlin_Athens: \u03a4\u03b1 \u03c7\u03b1\u03b9\u03c1\u03b5\u03c4\u03b9\u03c3\u03c4\u03ae\u03c1\u03b9\u03b1 \u03bc\u03b7\u03bd\u03cd\u03bc\u03b1\u03c4\u03b1 \u03c4\u03c9\u03bd \u03c5\u03c0\u03bf\u03c5\u03c1\u03b3\u03ce\u03bd \u03c0\u03bf\u03bb\u03b9\u03c4\u03b9\u03c3\u03bc\u03bf\u03cd"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u0394\u03b9\u03b1\u03b2\u03ac\u03c3\u03c4\u03b5 \u03c4\u03b1 \u03c7\u03b1\u03b9\u03c1\u03b5\u03c4\u03b9\u03c3\u03c4\u03ae\u03c1\u03b9\u03b1 \u03bc\u03b7\u03bd\u03cd\u03bc\u03b1\u03c4\u03b1 \u03c4\u03c9\u03bd \u03b4\u03cd\u03bf \u03c5\u03c0\u03bf\u03c5\u03c1\u03b3\u03ce\u03bd \u03c0\u03bf\u03bb\u03b9\u03c4\u03b9\u03c3\u03bc\u03bf\u03cd \u03b5\u03c0\u0384 \u03b5\u03c5\u03ba\u03b1\u03b9\u03c1\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03ad\u03bd\u03b1\u03c1\u03be\u03b7\u03c2 \u03c4\u03bf\u03c5 \u03b5\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03bf\u03b3\u03b5\u03c1\u03bc\u03b1\u03bd\u03b9\u03ba\u03bf\u03cd \u03c3\u03c5\u03bd\u03b5\u03b4\u03c1\u03af\u03bf\u03c5 \u03bb\u03bf\u03b3\u03bf\u03c4\u03b5\u03c7\u03bd\u03af\u03b1\u03c2 Syn_Energy Berlin_Athens, 17 \u2013 21 \u039f\u03ba\u03c4\u03c9\u03b2\u03c1\u03af\u03bf\u03c5 2018, \u03bc\u03b9\u03b1\u03c2 \u03c0\u03c1\u03c9\u03c4\u03bf\u03b2\u03bf\u03c5\u03bb\u03af\u03b1\u03c2 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03bc\u03b5\u03c4\u03b1\u03c6\u03c1\u03ac\u03c3\u03c4\u03c1\u03b9\u03b1\u03c2 \u039c\u03b9\u03c7\u03b1\u03ad\u03bb\u03b1 \u03a0\u03c1\u03af\u03bd\u03c4\u03c3\u03b9\u03b3\u03ba\u03b5\u03c1.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h5>DAS GRUSSWORT DER Ministerin f\u00fcr Kultur und Sport der Hellenischen Republik, Myrsini Zorba:<\/h5>\n<p>So widerspr\u00fcchliche Sichtweisen wie \u201eThe Tyranny of Greece over Germany\u201c zum einen und \u201eGriechenland unter deutschem Diktat\u201c zum anderen pr\u00e4gten in den vergangenen einhundert Jahren die gegenseitige Wahrnehmung und die Beziehungen zwischen den beiden L\u00e4ndern, und das in ganz unterschiedlichen historischen Situationen. Die erste Sichtweise bezieht sich auf den Titel eines popul\u00e4ren Buchs aus der Zwischenkriegszeit, die zweite wurde immer wieder w\u00e4hrend der j\u00fcngsten Wirtschafts- und Finanzkrise laut. Man k\u00f6nnte so weit gehen und sagen, dass beide L\u00e4nder sich in gewissem Ma\u00df gegenseitig mitgestaltet haben. Tats\u00e4chlich hat sich das Deutschland des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss der griechischen Klassik herausgebildet. Griechenland wiederum wurde im selben Jahrhundert unter dem bayerischen K\u00f6nigshaus und bayerischer Gesetzgebung ein eigener Staat.<\/p>\n<p>Auch die griechische Universit\u00e4t, deren erste Professoren ihre Studien in Deutschland absolviert hatten, orientierte sich am deutschen Vorbild. Der Erste Weltkrieg f\u00fchrte zu einer politischen Spaltung Griechenlands, als der K\u00f6nig auf einer neutralen Haltung bestand und damit deutsche Interessen favorisierte, w\u00e4hrend der Ministerpr\u00e4sident des Landes eine Kriegsbeteiligung an der Seite der Entente unterst\u00fctzte. Die deutsche Besatzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg war nicht nur besonders grausam und kostete viele Menschenleben, sondern zerst\u00f6rte auch die griechische Infrastruktur und Wirtschaft. An die Besatzung schloss sich der griechische B\u00fcrgerkrieg an, eine der traumatischsten Phasen der j\u00fcngsten griechischen Geschichte. In den 1960er-Jahren migrierten Griechen angesichts der ruin\u00f6sen Wirtschaftslage, die eine Kriegsfolge war, nach Deutschland und trugen auf diese Weise zum Wiederaufbau des ehemaligen Kriegsgegners bei. W\u00e4hrend der Milit\u00e4rdiktatur ab 1967 zeigte Deutschland gro\u00dfe Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Kampf gegen die griechische Junta. Und k\u00fcrzlich war es Deutschland, das im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise Griechenland den Austritt aus der Eurozone dringend nahelegte. Fast zwei Jahrhunderte lang verhalten sich also Griechenland und Deutschland mal freundschaftlich, mal feindlich zueinander. Und wie sieht es heute aus?<\/p>\n<p>Einen wichtigen Beitrag liefert das Kulturportal diablog.eu, deutsch-griechische Begegnungen. In der Rolle eines Kulturmittlers versucht es, Misstrauen abzubauen; nicht mit einer Intervention von \u201coben\u201d nach \u201cunten\u201d, sondern durch die F\u00f6rderung von gegenseitigem Verst\u00e4ndnis. In einem gesch\u00fctzten Raum k\u00f6nnen B\u00fcrger beider L\u00e4nder voneinander mehr erfahren, ihre Gedanken austauschen, ihre Skepsis und Tr\u00e4ume vortragen und in \u00dcbersetzungen lesen, was die jeweils anderen zu sagen haben. Kulturelle Begegnung von der Basis aus \u2013 das ist ein wirklicher Einschnitt in der Art und Weise, Ann\u00e4herung m\u00f6glich zu machen. Der Initiatorin dieser \u201cdeutsch-griechischen Begegnungen\u201d, der Neogr\u00e4zistin Michaela Prinzinger, kann man nur gratulieren, genau wie allen, die ebenfalls an diesem Projekt mitwirken.<\/p>\n<p>Auch dem Literaturhaus Lettr\u00e9tage, dem Berliner Hauptstadtkulturfonds und der Stavros Niarchos Foundation geb\u00fchren Dank und Lob f\u00fcr die Unterst\u00fctzung dieser Zusammenkunft. In der Hoffnung, dass davon weitere Impulse f\u00fcr eine intensivere Kommunikation literarischer und allgemein kultureller Produktion in beiden L\u00e4ndern ausgehen, w\u00fcnsche ich SYN_ENERGY BERLIN_ATHENS viel Erfolg.<\/p>\n<p><strong>Myrsini Zorba<\/strong><br \/>\n<strong>Ministerin f\u00fcr Kultur und Sport der Hellenischen Republik<\/strong><\/p>\n<h5>das grusswort der staatsministerin prof. monika gr\u00fctters mdB zur er\u00f6ffnung von syn_Energy:<\/h5>\n<p>\u201eMenschen brauchen Kunst, um die Krise zu verstehen, um zu verstehen, was man nicht mehr verstehen kann\u201c, sagte die K\u00fcnstlerin Christina Dimitriadis anl\u00e4sslich der documenta\u00a014, die im vergangenen Jahr in Kassel und Athen stattfand. Auch das deutsch-griechisch Literatursymposium SYN_ENERGY BERLIN_ATHENS er\u00f6ffnet k\u00fcnstlerische R\u00e4ume, die dazu einladen, fremde Gedankenwelten zu erleben und zu verstehen. Vier Tage lang werden dabei Autorinnen und Autoren aus f\u00fcnf L\u00e4ndern beider Sprachr\u00e4ume miteinander in einen literarischen Dialog treten \u2013 jenseits politischer Interessenkonflikte. Bis heute ist der Blick nach Griechenland f\u00fcr deutsche K\u00fcnstlerinnen, K\u00fcnstler und Kreative eine unersch\u00f6pfliche Inspirationsquelle. Gerade jene literarischen Auseinandersetzungen, die die Gegenwart reflektieren und die unter dem Eindruck des Wandels der Lebenswelten unsere Werte spiegeln und infrage stellen, laden zu einem Br\u00fcckenschlag ins jeweils andere Land ein. So leistet die Literatur einen wertvollen Beitrag f\u00fcr den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch \u00fcber nationale Grenzen hinaus.<span id=\"more-1785\"><\/span><\/p>\n<p>Zugleich w\u00fcrdigt die zweisprachige Veranstaltung die gro\u00dfen Verdienste der literarischen \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer: Sie sind es, die das Denken, Wahrnehmen und Empfin\u00adden aus der einen in die andere Sprache \u00fcbertragen und so ganz neue Sprachwelten schaffen. Sie bringen die Seele eines Textes in einem neuen Sprachk\u00f6rper zum Klingen und sorgen daf\u00fcr, dass Poesie oder Prosa \u00fcber sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg Geh\u00f6r finden. Ich freue mich sehr, dass der Deutsche \u00dcbersetzerfonds zur F\u00f6rderung literarischer \u00dcbersetzungen auch in Zukunft dazu beitragen wird, literarisches Schaffen aus Griechenland in Deutschland zur Sprache zu bringen und dass der Hauptstadtkulturfonds das deutsch-griechische Literatursymposium unterst\u00fctzen kann. Den Besucherinnen und Besuchern des Symposiums w\u00fcnsche ich eindr\u00fcckliche und begeisternde Begegnungen mit der deutschen und griechischen Literatur, die gegenseitiges Verstehen m\u00f6glich machen und so die Verbundenheit Deutschlands und Griechenlands f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Prof. Monika Gr\u00fctters MdB<br \/>\n<\/strong><strong>Staatsministerin f\u00fcr Kultur und Medien<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u0394\u03b9\u03b1\u03b2\u03ac\u03c3\u03c4\u03b5 \u03c4\u03b1 \u03c7\u03b1\u03b9\u03c1\u03b5\u03c4\u03b9\u03c3\u03c4\u03ae\u03c1\u03b9\u03b1 \u03bc\u03b7\u03bd\u03cd\u03bc\u03b1\u03c4\u03b1 \u03c4\u03c9\u03bd \u03b4\u03cd\u03bf \u03c5\u03c0\u03bf\u03c5\u03c1\u03b3\u03ce\u03bd \u03c0\u03bf\u03bb\u03b9\u03c4\u03b9\u03c3\u03bc\u03bf\u03cd \u03b5\u03c0\u0384 \u03b5\u03c5\u03ba\u03b1\u03b9\u03c1\u03af\u03b1 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03ad\u03bd\u03b1\u03c1\u03be\u03b7\u03c2 \u03c4\u03bf\u03c5 \u03b5\u03bb\u03bb\u03b7\u03bd\u03bf\u03b3\u03b5\u03c1\u03bc\u03b1\u03bd\u03b9\u03ba\u03bf\u03cd \u03c3\u03c5\u03bd\u03b5\u03b4\u03c1\u03af\u03bf\u03c5 \u03bb\u03bf\u03b3\u03bf\u03c4\u03b5\u03c7\u03bd\u03af\u03b1\u03c2 Syn_Energy Berlin_Athens, 17 \u2013 21 \u039f\u03ba\u03c4\u03c9\u03b2\u03c1\u03af\u03bf\u03c5 2018, \u03bc\u03b9\u03b1\u03c2 \u03c0\u03c1\u03c9\u03c4\u03bf\u03b2\u03bf\u03c5\u03bb\u03af\u03b1\u03c2 \u03c4\u03b7\u03c2 \u03bc\u03b5\u03c4\u03b1\u03c6\u03c1\u03ac\u03c3\u03c4\u03c1\u03b9\u03b1\u03c2 \u039c\u03b9\u03c7\u03b1\u03ad\u03bb\u03b1 \u03a0\u03c1\u03af\u03bd\u03c4\u03c3\u03b9\u03b3\u03ba\u03b5\u03c1. 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